Ein Reisebus voller Musiker, Promoter, Labelvertreter, Fanclubmitglieder
und Journalisten startet in Berlin und bahnt sich seinen Weg gen Osten.
Ziel? Unbekannt. Sicher ist nur: Am Ende der Fahrt soll es eine
musikalische Überraschung geben - in Form neuer Songs der Potsdamer
Ausnahme-Band SUBWAY TO SALLY.
Und diese Überraschung übersteigt meine kühnsten Träume: Neugierige
Hörer sitzen im alten Saal des Schlosses Zahr·dy, einer zur Herberge und
einem Restaurant umfunktionierten Sehenswürdigkeit in Tschechien.
Plötzlich donnern schwere Riffs aus den Speakern. Hossa! Das knallt und
ballert!
´Böses Erwachen´ ist eine schwere Midtempo-Nummer, geht tief und
zeigt intensiver denn je, wo sich das Septett heimisch fühlt: Die Heimat
heißt ganz klar Metal. Der Sound der Platte ist voluminös, knackig und
erdig. ´Aufstand´ besticht durch einen gelungenen Kontrast zwischen
schleppenden Riffs, zart-verspielten Violinenmelodien, den
eindringlichen Gesang von Eric Hecht und den skandierenden Refrain.
Toll! Doch es soll noch schöner kommen: ´Henkersbraut´ - ein
mitreißender Hit! Ein schlichtes, aber um so wirkungsvolleres Riff
durchzieht dieses Stück, faszinierende Singalongs packen dich, und die
Story, die Klampfer Michael Boden geschrieben hat, ist Gänsehaut pur.
Wenn man dann glaubt, daß SUBWAY TO SALLY mit diesem Stück an ihren
Grenzen angelangt seien, überfällt uns das Album (Arbeitstitel:
„Hoch-Zeit“) mit dem Feger ´Ohne Liebe´. In diesem Stück offenbart sich
die Einzigartigkeit der sympathischen Sieben: Flockige, mitreißende
Melodien, die dein Herz erobern, verschmelzen mit einer todernsten
Geschichte über das Schicksal eines Mädchens. Eigentlich könnte dieses
Stück ein tieftrauriges Lied sein. Aber nicht bei den Subways. Vielmehr
strickte Songwriter Ingo Hampf aus der Lebenslust der Musiker, der
ungestümen Rockpower und den folkloristischen Trademarks der Band eine
hochexplosive Nummer. Wie sagte Subways Backlinerin grinsend? "Ich sehe
mich schon während der Konzerte auf die Bühne rennen, um die
Monitorboxen wieder geradezurücken - so sehr werden die Fans ausrasten."
Und diese Wirkung erzielen - ohne Übertreibung! - sieben der acht in
Tschechien vorgestellten Stücke. ´Minne´ ist das etwas andere Stück, der
Titel des Liedes ist Programm: Hier kann man tatsächlich von Minne
sprechen.
Drei Songs, so Gitarrist Ingo, fehlen noch. "Und das sind nicht die
schwächsten!" betont er. Womit wir bei den Unterschieden zwischen dem
Vorgängeralbum „Bannkreis“ und dem kommenden Kracher wären:
"Früher hatten wir pro Platte zwei Hits, jetzt sind es nur noch Hits", lächelt Violinistin Silke und übertreibt definitiv nicht.
"Beim letzten Album wollten wir beweisen, was für tolle Techniker
wir sind. Jetzt zeigen wir nicht nur unsere spielerischen Fähigkeiten,
sondern vor allem, daß wir gute Songs schreiben können", meint Sänger
Eric.
"Ich habe mir überlegt, wie wir mit unseren Mitteln ganz normale
Menschen, die uns nicht kennen, erreichen können", nennt Ingo ein Motiv.
Zum Abschluß die Wahrheit und nichts als die Wahrheit:
Vorausgesetzt, die noch fehlenden Stücke weisen ebenfalls eine derartig
ungeahnte Qualität auf, wird „Hoch-Zeit“ eines der wichtigsten Alben des
neuen Jahres sein und folgerichtig vom faszinierten Verfasser dieser
Zeilen die Höchstpunktzahl erhalten. Leute! Aufwachen! Hier haben wir
sie: die wichtigste deutsche Metal-Band der Gegenwart!
Für ganz Neugierige: Wenn ihr mehr über die Truppe erfahren wollt,
klinkt euch mal auf der Homepage des Fanclubs ein:
http://www.musik.freepage.de/stsfc
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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