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2002 - Glauchau
Veröffentlicht am 12.07.2002 von Ritti | Aufrufe: 163
13.07.2002 - Subway to Sally,Mila Mar – Glauchau Woodstage

Der Ritter war wieder für uns unterwegs, und hat uns diese Bericht mitgebracht

Kaum hatten Mila Mar die Bühne geräumt, begann auch schon das hektische Treiben für ein weiteres Highlight des Wochenendes: Subway to Sally.

In kompletter Besetzung machte sich die Stamm-Crew von deutschlands erfolgreichster Folk-Metal-Band daran alle nötigen Requisiten und pyrotechnischen Spielereien für das bevorstehende Konzert bereit zu stellen. Da die Umbauarbeiten aufgrund ihres Umfangs einige Zeit in Anspruch nahmen verdingten wir, sprich meine Wenigkeit und Schlachtgenosse Maik (der wieder einmal mit von der Partie war) uns damit die Zeit sporadisch im Hintergrund auftauchende Sallys ausfindig zu machen und lautstark zu begrüßen. Ebenso ließen wir es uns nicht nehmen Monitormann „Toshi“, der auf der vergangenen Subway-Tour mehr oder minder zur Kultfigur avanciert war (Anwesende wissen warum!) auszurufen.

Leider waren nicht alle dem japanischen Soundmixer gegenüber freundlich gesonnen und so kam es, dass sich einige Reihen hinter meinem Rücken ein offenkundig lebensmüder Fascho dazu hinreißen ließ Toshi mit „Verpiss dich von der Bühne du dummes Auländerschwein“ aufs übelste zu beschimpfen. Toshi war Gott sei dank Profi genug, nicht auf die Anfeindung zu reagieren, sodass eine weitere Eskalation vorerst nicht zu erwarten war. Stattdessen eilte unverzüglich ein Ordner heran, dem wir flugs eine Gasse bildeten. Da der Schreihals jedoch schon von einigen Besuchern verbal zusammengefaltet worden war, beließ es der Ordner bei einer mündlichen Verwarnung. Dennoch bleibt natürlich die Frage was dieser Typ auf einem solchen Musik-Festival verloren hat. Schlichtweg ein Ärgernis!

Nachdem sich die Gemüter wieder ein wenig beruhigt hatten, wurde es jetzt an anderer Stelle laut:

Heimlich still und leise hatten sich Subway to Sally auf der Bühne in Stellung gebracht und begannen mit „Sag dem Teufel 2“ ihre wie immer schweißtreibende Show. Anders als bei den Auftritten zuvor erschienen die Potsdamer jedoch nicht in ihren bekannten Gewändern, sondern präsentierten eine nagelneue Ledermontur. Dabei sorgte Frau Schmitt für den Hingucker des Tages. Sie hatte ihr weißes Kleides nun gegen gewagt schrittfreies Schwarz eingetauscht und präsentierte sich ungewohnt aufreizend.

Viel Zeit zum Staunen blieb allerdings nicht, denn die Sieben mit der Lizenz zum Rocken waren nicht zur Modenschau in den Gründelpark gereist. Stattdessen hatten sie sich vorgenommen jede Sekunde Ihres Auftrittes zu nutzen und auf der Bühne richtig Gas zu geben. Dabei sprachen Gestik und Mimik sprachen eine deutliche Sprache: „Wir sind geil auf Euch, laßt uns Feiern“. Entsprechend forsch ging es dann zur Sache, denn ruhigere Songs wie „Herrin des Feuers“ oder „Wenn Engel hassen“ flogen kurzerhand für härtere Stücke aus dem Set.

Was sich daraufhin vor der Bühne abspielte brauche ich wohl niemandem ernsthaft zu schildern, der schon einmal einem Sally-Konzert beiwohnen durfte: Es war schlichtweg die Hölle los! Mit fast schon brutaler Freude feierten weit über 2000 Fans ihre Band und rockten was das Zeug hielt, als die sieben auf der Bühne einen Knaller nach dem anderen abfeuerten: Henkersbraut, Tag der Rache, Das Opfer, Veitstanz, Ohne Liebe....Zeit zum Durchschnaufen blieb kaum.

Natürlich waren auch sämtliche Showeinlagen wieder mit von der Partie: So fehlten weder die liebgewonnenen Feuerspuckeinlagen, noch die spektakulären Stierkopf-Prügeleien bei „Das Opfer“ oder Erics Versuch sich dem Publikum per Crowdsurfing anzunähern. Bei dieser Aktion wurde es jedoch einem der Security-Leute zu bunt. Er zerrte den eben gelandeten Eric kurzerhand am Haxen zu sich her und wollte ihn aus der Menge befreien. Doch Herr Hecht liebt nun mal sein Publikum und riss sich kurzerhand los um einmal quer über den Platz zu surfen. Fish Airlines vom Feinsten!

Schade nur, dass der Spaß nach 45 Minuten bereits wieder vorbei war. Ein flüchtiger Blick durch die Menge verriet mir, dass eigentlich keiner so recht ans aufhören dachte und die meisten lieber noch weiter mit Subway to Sally gefeiert hätten. Trotzdem verabschiedeten sich STS schweren Herzens um sich auf den Weg zum 500 KM entfernten Zillo Festival zu machen. Hinter sich ließen die Sieben einen Auftritt der zum Besten gehörte, was man seit längerem von ihnen sehen durfte, die neuen Outfits inklusive!

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