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2002 - Hameln
Veröffentlicht am 30.08.2002 von Ulli | Aufrufe: 149
30.08.2002 - Subway to Sally, Schock – Hameln Sumpfblume
Es war also wieder Wochenende. Aber diesmal kein gewöhnliches, denn am 30.8., ein Freitag um genau zu sein, stand mein mittlerweile drittes (ich weiß, das ist nicht viel) STS-Konzert an, diesmal in der Hamelner Sumpfblume. Also machte man sich gegen 16.30 Uhr per Bahn auf den Weg und nach einer knappen Stunde Zugfahrt erreichte man dann das gemütliche kleine Städtchen an der Weser. Da es noch dauerte bis zum Einlass gegen 19 Uhr, ließen wir uns auf dem Weg zum Ort des Geschehens reichlich Zeit und gingen auch noch eine Kleinigkeit essen. Um kurz nach sechs erreichten wir dann das nette Kulturzentrum und saßen noch ein wenig im Sumpfe-Café, bis wir uns irgendwann dann doch als erste am Eingang niederließen und einige Worte mit den Security-Leuten und Mitarbeitern wechselten. Nach und nach kamen allerdings immer mehr Leute, überwiegend schwarze Gestalten, vor dem Eingang zusammen und es gab sogar ein freudiges Wiedersehen mit einem Bekannten aus Bielefeld, den ich erst beim Aprilkonzert in Hildesheim kennengelernt habe. Also die klassische Konzertstimmung, die doch immer wieder sehr nett ist. Da die Vorband, erst ziemlich spät ankam und so auch mit dem Soundcheck recht spät dran war, wurden wir erst gegen 19.45 Uhr reingelassen...ich hab mir natürlich gleich einen der so ziemlich besten Plätze gesichert, ganz vorn und genau in der Mitte. Danach ging das Warten dann weiter, allerdings hat es kaum gestört, man konnte sich ja vorn auf die Absperrung setzen und mit den Umstehenden unterhalten. Schon jetzt war es ziemlich warm und vor allem stickig geworden, aber das war nichts, gegen das, was uns erwartete. Etwa um viertel vor neun betraten dann SCHOCK die Bühne, die das Publikum schon mal "vorheizen" sollten - in meinen Augen gelang ihnen dies auch sehr gut. Eingestiegen sind sie mit "Mutterleib", danach folgte "Führe meine Hand"...an die genaue Reihenfolge der Stücke erinnere ich mich nicht mehr, aber unter anderem waren noch "Erwacht", "Traumwelt" und "Es" dabei. Die Highlights des Auftritts waren in meinen Augen das ziemlich geniale "Ware Fleisch", das ruhigere "Von dir" und "Schuld"...bei letzterem bat der Sänger vorher, doch mal Feuerzeuge zu schwenken, und als sich dann alles auf ein ruhiges Stück eingestellt hatte, begann das ziemlich rockige und flotte Lied. Sein Kommentar hinterher: "Hat zwar nicht gepasst, aber sah trotzdem gut aus". Unter anderem waren auch zwei neue Songs dabei, besonders "Tanz" hat es mir ebenfalls angetan. Zumindest mir hat der schon recht schweißtreibende Auftritt jedenfalls reichlich Spaß gemacht - im Nachhinein glaube ich sogar, es war die beste Vorband, die ich bis jetzt erleben durfte. Wann genau die Sallys nun die Bühne enterten, weiß ich nicht genau, aber schon als die Lichter ausgingen und das ziemlich düstere Intro begann, brandete ihnen ein euphorischer Beifallssturm entgegen. Diesmal war auch das neue Outfit mit von der Partie, das mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Besonders der Mantel, den Eric am Anfang trug, hatte doch etwas an sich, dass ihn um so mehr wie einen Hexenmeister erscheinen ließ. Lediglich Sugar Ray konnte einem Leid tun, war er doch der einzige, der sich als einziger nicht im Laufe der Show von seinem Oberteil befreien konnte. Als Opener war "Sag' dem Teufel II" gewählt, dass mir von mal zu mal besser gefällt, und diesmal auch durch Pyros unterstützt wurde; danach folgten dann "Tag der Rache" und die "Henkersbraut". Von Anfang an tobte alles um mich herum geradezu ekstatisch, auch wenn dies auf Grund der wirklich brutalen Temperaturverältnisse ziemlich an die Substanz ging. Die Band schien dies ebenfalls zu spüren, daher versorgte sie uns wirklich vorbildlich mit Wasser (und Bondeski erhielt den treffenden Titel "Wasserspender") - nochmal ein großes Lob dafür, ansonsten wäre das Konzert nämlich kaum zu überstehen gewesen! Auch wenn ich im Nachhinein doch ein wenig meckern muss, da die Plastikflaschen immer wieder ziemlich zahlreich auf die Bühne zurückgeflogen sind...zum Glück gab es keine eigentlich ernsthaften Treffer, nur einmal wurde Frau Schmitt während der "Schlacht" ziemlich genau erwischt. Liebe Leute, das muss nun echt nicht sein!!! Wenn die Band schon so nett ist und sich um euren Flüssigkeitshaushalt kümmert, dann finde ich es ziemlich mies, es ihnen auf solche Weise zu danken! Aber weiter...leider hab ich noch keine Setlist und mein Erinnerungsvermögen erlaubt es mir leider nicht, auf jedes Lied einzeln einzugehen, doch ein paar Situationen werde ich schon noch ansprechen. Ansagen gab es diesmal zwar nicht allzu viele, aber das störte nicht wirklich - dafür war die Show durchsetzt von vielen Pyros: Außer denen, die am Anfang gezündet wurden, gab es zur "Schlacht" jedes Mal, wenn der Chorus ertönte, hohe Stichflammen vor Davids Schlagzeug, außerdem waren irgendwann auch noch zwei nette Rauchsäulen im Einsatz. Und natürlich wurde auch wieder reichlich Feuer gespuckt, diesmal führte Eric dazu einen netten Fackeltanz auf. Auch "Maria" war diesmal wieder mit dabei, allerdings schien Ingos Solo diesmal erneuert oder zumindest überarbeitet worden, es war nämlich noch komplexere Fingerakrobatik geworden - an sich hatte er also keinen Grund, Grimassen zu ziehen, als er von Eric als ein "Meister seines Instrumentes" angekündigt wurde. Natürlich haben wir uns alle auch diesmal wieder sehr eifrig dies Seele aus dem Leib gebrüllt, nachdem Eric erklärt hatte, dass sich der altbekannte SCHREI aus Liebe, Hass und vor allem unmenschlichem Krach zusammensetzt - an der Urschrei-Therapie zum Stressabbau muss also wirklich was dran sein. An Liedern waren neben den genannten unter anderem auch noch "Kruzifix", "Sabbat", "Die Hexe", "Herrin des Feuers" (die Seidenfeuer waren herrrliche Ventilatoren), "Kleid aus Rosen" und "Mephisto" (mit der Aufforderung, Eric alles nachzumachen) dabei, zum "Opfer" wurde auch wieder auf den Stierköpfen getrommelt - ein wirklich tolle Nummer, die hoffentlich noch lang dabeibleiben wird. Dieses Stück hat Eric auch zum aufgiebigen Stagediving genutzt, man hatte fast das Gefühl, die Menge wollte ihn nicht wieder hergeben. Die letzten vier Stücke des regulären Sets waren dann "Der Sturm", "Ohne Liebe" (jaaaaaaaaaa!), "Veitstanz" und "Carrickfergus"...auch hier feierte das Publikum natürlich begeistert mit. Ich hatte mich mittlerweile schon längst meines T-Shirts entledigt, es war einfach viel zu heiß in dem kleinen Club. Klitschnass war man ja sowieso, außerdem wurde ein ganzer Teil der Wasserflaschen eh eher zum Duschen als zum Trinken benutzt. Diesmal hat mir (und sicherlich noch so einigen anderen, die ganz vorn standen), die Absperrung vor der Bühne besonders gut gefallen, sie ließ sich nämlich prima erklettern - auch das hat mächtig Spaß gemacht. Schon bevor sich die Band dann anschickte, sich zu verbeugen, begannen die Rufe nach einer Zugabe. Und wer die Sallys kennt, der weiß, dass sie damit nicht lange auf sich warten lassen - jetzt kam "Böses Erwachen", anschließend kam dann "Julia und die Räuber", dass vom Publikum schon vorher des öfteren gesungen wurde. Eigentlich wollte ich den Song ja zum Diven nutzen, aber irgendwie standen die Leute hinter mir ein wenig zu weit, sodass ich das dann doch lieber gelassen hab. Danach wurde nochmal sage und schreibe bestimmt 15 Flaschen Wasser in die Masse geschmissen, die sie jetzt auch bitter nötig hatte. Währenddessen verlangten wir mit einem Zettel nach "Horo", aber obwohl Ingo begann, die ersten Silben zu intonieren, gab es diesen Zungenbrecher leider nicht mehr. Schließlich betraten Eirc, Bodenski (der sich mittlerweile seiner Stiefel entledigt hatte) und Simon (der schon eine "Zigarette danach" rauchte) noch einmal die Bühne, um als zweite Zugabe sie wunderschöne Akustikversion von "Arche" zu spielen. Schließlich durfte das Publikum dann selbst noch einmal singen, denn Tontechniker Frank hatte Geburtstag, da konnte man es sich natürlich nicht nehmen lassen, zu Erics Dirigierversuchen ein lautes "Hoch soll er leben!" zu schmettern - danach war dann aber endgültig Schluss. Für uns sowieso, denn eine Bekannte schien kurz davor zusammenzubrechen, und so folgten wir ihr ins Freie...allerdings hat sie im Nachhinein alles gut überstanden. Wenigstens hab ich nichts mehr verpasst - zwei Zugaben sind zwar nicht allzu viel, sonst gibt es ja drei oder vier, aber trotzdem waren nach so einem phantastischen Konzert alle glücklich und zufrieden. Und immerhin konnte ich mich noch mit Bodenskis Handtuch abtrocknen, dass er irgendwann in die Menge geschmissen hatte...auch wenn ich es leider nicht gefangen hab. Im Nachhinein möchte ich mich allerdings auch noch bei der Person hinter mir bedanken, die das gesamte Umfeld fast die ganze Zeit über mit einem Fächer gekühlt hat...das war wirklich eine edle Tat! Der Rückweg zum Bahnhof hat danach zwar 'ne halbe Stunde gedauert und es war mit klitschnassen Sachen wirklich saukalt, aber ein Problem war das eigentlich trotzdem nicht. Es war auf jeden Fall das heftigste STS-Konzert, dass ich bis jetzt erlebt hab, vor allem die Temperaturen waren echt brutal, wie wahrscheinlich deutlich geworden ist, aber im Nachhinein kann ich mit ziemlicher Bestimmtheit sagen, dass es auch das beste Konzert der glorreichen Sieben war, dem ich bis jetzt beiwohnen durfte! Auch wenn es für mich in diesem Jahr wahrscheinlich auch das letzte war. Auf jeden Fall nochmal DANKE an die Band für einen so schönen Abend!!!!!!!!!! Bis zum nächsten Mal also! Viele Grüße, Ulli |









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