|
2002 - Lahr
Veröffentlicht am 22.12.2002 von Powermetal | Aufrufe: 160
21.12.2002 - Subway to Sally – Lahr Universal DOG
Spätestens beim Auftritt der Berliner merkte man doch stark, dass sich eine Menge an "normalem" Discovolk ins Universal D.O.G. verirrt hatte - die können zwar mit den Elektrobands noch was anfangen, aber Gitarren und Konsorten, das ist für deren armen Gemüter wohl doch etwas zu viel. Zumindest habe ich vorher noch nie ein so lahmes und zurückhaltendes Publikum bei einem SUBWAY TO SALLY-Konzert gesehen, geschweige denn aufgetakelte Mädels in Nadelstreifen und Stöckelschuhen sowie geltriefende Muskelprotze in der ersten Reihe - die dann auch noch 1 1/2 Stunden stoisch dastehen, dämmlich glotzend Kaugummi kauen und weder ein noch so winziges Kopfnicken geschweige denn Applaus nach den Songs zustande bekommen. Meine Güte... . Dabei waren die Potsdamer gewohnt gut in Form und spielten routiniert ihr Repertoire an Klassikern und aktuellem Material wie "Sag dem Teufel" (leider immer noch in der gewöhnungsbedürftigen Live-Version), "Henkersbraut", "Ohne Liebe", "Mephisto", "Kleid aus Rosen", "Die Schlacht" oder den "Veitstanz". Optisch gab's auch nichts zu beanstanden, das neue, martialische Leder- und Synthetikoutfit schmeichelte besonders der in schwarzem Mini und Mantel auftretenden Frau Schmitt, die Pyroeffekte und Feuerspuckeinlagen zu "Die Hexe" saßen genauso wie Erics Kommentare, Sprüche und bekannten kleinen Showeinlagen zwischen und während den Songs. Und trotzdem, das reichte nicht wirklich, um die Leute anzuheizen. Was nun aber nicht komplett falsch verstanden werden soll: Applaus, Haarewirbeln, Hüpfen, Mitklatschen und -singen gab es wohl (juhu, ich war also doch nicht ganz allein :-)), jedoch nicht annähernd in dem Maße, wie man es ansonsten von SUBWAY TO SALLY-Konzerten gewohnt ist. Aber auch ohne überkochende Stimmung kam man zumindest musikalisch auf seine Kosten, und die Zugabe "Falscher Heiland" machte schonmal Appetit auf das im kommenden Jahr anstehende neue STS-Album "Engelskrieger". Einziger Faux-Pas: Trotz "Blut, Blut,..."-Chören zum Abschluss wurde kein "Julia und die Räuber" mehr angestimmt. Schade. Trotzdem: Der bisher mit Abstand überzeugendste Auftritt des Abends Nachsatz Für das 2. Dark Dance Festival würde ich den Veranstaltern empfehlen, etwas mehr an die Liquidität der Besucher zu denken sowie beim Verpflichten der Bands nachzudenken, denn SUBWAY TO SALLY oder die BLOODFLOWERZ mögen rocktechnisch noch so gut sein, zwischen primär Elektro- und EBM-Bands und einem Publikum, das hauptsächlich auch nur sowas hören und sehen will, haben E-Gitarren schlechte Karten. Quelle: www.POWERMETAL.de |









Kommentare