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2007 - Zürich(CH)
Veröffentlicht am 18.03.2007 von Unbekannt | Aufrufe: 147
18.3.2007 - Subway to Sally – Zürich(CH) X-Tra

Um 13 Uhr beginnt das stylen, schminken, anziehen und Haare machen – denn um 15 Uhr geht’s schon los. Also alles einpacken. Marianne kommt um 14 Uhr. 15 Uhr gehen wir Oma einladen und fahren nach Langenthal an den Bahnhof, von dem wir geradewegs nach Zürich fahren. Dort kommen wir um 17:02 (der Zug fuhr um 16:11 los) an und steigen in ein Taxi, wo wir uns (für fast 20 SFr.!) zum X-Tra kutschieren lassen. Noch niemand da. Türöffnung, steht auf den Karten, ist um 19:00 Uhr. Also setzen wir uns noch einmal gemütlich in ein nahe liegendes Café und gönnen uns die letzte Mahlzeit vor Konzertbeginn.

Allerlei schwarzgekleidete Menschen laufen an uns vorbei, woraufhin wir um 18 Uhr beschließen, auch mal zur Tür zu laufen. Es ist kaum jemand da. Macht ja nichts. Wir laufen also nicht bis direkt vor die Tür sondern bleiben vorne Zentral stehen, wo wir einem netten Mädchen begegnen, welches ebenfalls (wie ich und meine Oma) aus Deutschland kommt und die Band schon ziemlich lang persönlich kennt.

So werden die Starallüren und jedes Lied einzeln zerpflückt, bis um 19:30 endlich die Türen geöffnet werden. Wir begegnen noch einem netten Pärchen und einem jungen Mann, mit dem wir uns gut unterhalten können und so begeben wir uns immer näher dem Abend zu. Wir verweilen noch ein wenig am Shop und als ich mich umdrehe steht plötzlich Little Simon vor mir und unterhält sich mit unserer Begleiterin. Ich tippe Marianne unauffällig auf die Schulter und wir stehen mit einem „H-hi“ vor ihm, woraufhin er „Hi!“ antwortet. Annika beschwerte sich, warum wir nichts gesagt hätten, sie hätte ihn uns vorgestellt -.- Aber trotzdem wenigstens eine kleine Entschädigung dafür, dass wir diesmal erneut keine Zeit hatten und nach dem Konzert Autogramme zu holen.

Wir gehen in den Konzertsaal (der sehr schön aufgebaut ist) und platzieren uns in der ersten Reihe – Mit dem Pärchen, dem jungen Mann und Annika. Meine Oma setzte sich auf eine nahe gelegene Couch.
Die Bühne, wie auch das letzte Mal, mit den großen 8 Holzstühlen, zahlreichen Instrumenten und viel, viel Efeu.

Dann geht es los – endlich um fast viertel vor neun. Auf sein übliches „Hallo Freunde!“ hatten wir statt Jubeln ein passendes „Hallo Eric!“ abgemacht und dieses auch zelebriert – vom ersten Moment an herrscht Stimmung und bei „Böses Erwachen“ fliegen die Haare. Auch meine Frisur hat sich damit erledigt. Mit Zopf headbangen? NEIN! Also Haare auf und loslegen! Nach Mephisto bin ich schon völlig fertig und muss mich bei dem nächsten ruhigen Lied etwas ausruhen (ich Weichei ;) ) welches mir mit „Kleid aus Rosen“ mal wieder sehr gelegen kommt. Dieses Mal hat das Publikum dazu gelernt und summt sofort, anstatt zu singen. Ruhige, gediegene Stimmung und Erics schöne Stimme machen das Lied perfekt.
„Maria“ dagegen wurde erst nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem Erlebnis. Licht und Geige haben wohl nicht so mitgespielt, wie sie sollten, was zu kleinen Verwirrungen führte.

Eric sah recht fertig aus, was mit ihm los war, weis ich nicht – aber er schien mir in diesem einen Jahr um mehrere Jahre gealtert. Geschickt versteckte er dies jedoch, durch seinen Enthusiasmus und heizte die Schweizer mal richtig an. Etwas schwer von Begriff waren die meisten allerdings schon (für mich ist es selbstverständlich, dass wenn Little Simon mit seiner Handfläche eine auf-ab-Bewegung macht, wir hochspringen müssen, aber gut – da war ich wohl die Einzige).

Die Setlist war so ziemlich die gleiche mit Ausnahme von zwei hinzugefügten und dafür zwei gestrichenen Liedern. Und das erste Hinzugefügte kommt dann auch schon an vierter Stelle und treibt mir (wie Eric es auch vorher ankündigte) einen Schauer über den Rücken. „Die Rose im Wasser“ +schmacht+. Ich liebe dieses Lied – und Erics Instrumentalteil ist wirklich wahnsinnig schön (ich habe es ein Stückchen auf einem Video aufnehmen können =) ).

Das Publikumshighlight war wohl „Sag dem Teufel“ und „Ohne Liebe“, da blieb kein Auge trocken und es war fast niemand mehr zu halten. Meiner Oma hat allerdings „Liebeszauber“ am besten gefallen =)
„Julia und die Räuber“ wurde sogar von den beiden kleinen Kindern vor mir im Graben verlangt, was dann auch brav vorgetragen wurde.

Meine Highlights natürlich wieder „Element des Verbrechens“ (die Schweizer sind NICHT textsicher habe ich bei einigen Liedern festgestellt – haben aber dafür richtig gut mitgemacht!), „Sanctus“, „Alle, psalite cum luya“ und natürlich „Lacrime ‚74“ + „Feuerkind“ bei dem ich richtig angefangen habe zu heulen – als dann „Seemannslied“ kam habe ich mich fast gar nicht mehr eingekriegt. Das hat mich alles so mitgenommen. Ich mein, ich heul ja fast jedes Mal bei dem Lied, aber diesmal war es echt schlimm. Was die Sprüche anbelangt: Eric hatte mehrere Leichen auf der Bühne, lobten uns in den Himmel und B. Deutung war bei den schönsten Liedern alles andere als ernst, wenn ich nur an ihn und Frau Schmitt in Maria denke. Simon hat bei „Die Braut“ richtig mit mir abgerockt und Little Simon hat mich heulen sehn :D
Aber auch Eric war nicht immer Textsicher. Bei „Unterm Galgen“ hat er sich böse versungen, aber was soll’s. Das ist eh fast keinem aufgefallen :D

Ich hatte sogar eine Flasche von Eric Fish ergattert – aber ich blöde Nuss hab sie verloren in all der Hektik beim raus laufen =(

Aber ich hatte sie! =D

Es war ein wundervoller Abend – schade nur, dass meine letzte Chance auf „So rot“ dahin ist. Aber, was soll’s! Dafür kam ja „Die Hexe“. „Abgesang“ und „Ein Baum“ waren weg, sonst alles, wie bei der letzten Tour auch.

Ein gelungener Abend. Viele neue Bekanntschaften und Eric freut sich schon (laut Erzählung) uns kennen zu lernen =) Wir mussten schnell weg (aber nicht ohne uns ein Poster zu beschaffen, welches es im Angebot zu kaufen gab) und fuhren noch mit Herzklopfen nach Hause.

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